Genug Betrug: Sicher unterwegs im Internet

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz und Landeskriminalamt geben Tipps

 (VZ-RLP / 10.10.2018) Ob zuhause, unterwegs oder auf dem Arbeitsplatz: Das Internet nimmt in der heutigen Zeit einen immer größeren Stellenwert ein. Doch allzu sorgloses Surfen kann gefährlich werden, warnen das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Denn auch Betrüger tummeln sich im World Wide Web.

Sicheres Surfen ist Bürgerinnen und Bürgern grundsätzlich wichtig, doch nicht immer handeln sie danach. Das zeigt auch eine repräsentative Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Darin messen zwar 97 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland der Sicherheit im Netz eine hohe Bedeutung zu, doch nur rund jeder Dritte (30 Prozent) informiert sich auch gezielt zum Thema IT-Sicherheit.

LKA-Präventionsexperte Sebastian Rieß rät, sich mehr Gedanken um die eigene IT-Sicherheit zu machen: "Denn wer sich um die digitale Sicherheit kümmert, muss sich weniger Gedanken um einen Schadensfall machen." Barbara Steinhöfel, Expertin für Telekommunikation und digitale Medien bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz weist außerdem darauf hin, dass auch die mobilen Geräte, wie Smartphone oder Tablet nicht vergessen werden sollten: „Auch hier können finanzielle Schäden durch Sicherheitslücken oder bei einem zu sorglosen Umgang mit den Geräten entstehen.“

Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale empfehlen, frühzeitig aktiv zu werden und sich mit den folgenden elf Tipps um die eigene Sicherheit im Netz zu kümmern:

  1. Verwenden Sie sichere Passwörter. Ein sicheres Passwort ist mindestens zwölf Zeichen lang und sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben, aus Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

  2. Schränken Sie Rechte von PC-Mitbenutzern ein.

  3. Halten Sie Ihre Software immer auf dem aktuellen Stand.

  4. Verwenden Sie eine Firewall.

  5. Gehen Sie mit E-Mails und deren Anhängen sowie mit Nachrichten in sozialen Netzwerken sorgsam um. Hier gilt die Devise: Wenn der Absender unbekannt ist, sollten Sie über eine Löschung der gesamten Nachricht nachdenken. In jedem Fall aber sollten Sie es vermeiden, Anhänge zu öffnen. Hier ist höchste Vorsicht geboten!

  6. Erhöhen Sie die Sicherheit Ihres Internet-Browsers. Verwenden Sie einen aktuellen Internet-Browser, der moderne Sicherheitsfunktionen konsequent umsetzt. Wählen Sie generell eine hohe Sicherheitsstufe.

  7. Vorsicht beim Download von Software aus dem Internet. Denn hier verstecken sich oft Schadprogramme. Deshalb sollten alle Downloads möglichst direkt von Hersteller-Webseiten installiert und vor der Anwendung durch aktuelle Anti-Viren-Programme geprüft werden.

  8. Sichern Sie Ihre drahtlose (Funk-)Netzwerkverbindung. Schützen Sie den Administrationsbereich Ihres Routers durch ein sicheres Kennwort.

  9. Seien Sie zurückhaltend mit der Angabe persönlicher Daten im Internet.

  10. Schützen Sie Ihre Hardware gegen Diebstahl und unbefugten Zugriff.

  11. Führen Sie regelmäßig Backups auf getrennten Systemen/ Netzwerken, um Ihre Daten zu sichern und überprüfen Sie diese auf Wiederherstellbarkeit. Wichtige Daten sollten dabei auf Netzlaufwerken abgelegt werden, da lokale Dateien sonst unter Umständen nicht vom Backup erfasst werden. Bewahren Sie die durchgeführten Backups über einen längeren Zeitraum auf, bevor sie diese wieder überschreiben.

Mehr Informationen zur Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes zur IT-Sicherheit finden Sie hier: http://www.polizei-beratung.de/nc/presse/detailseite/it-sicherheit-in-die-tat-umsetzen/

Weitere Informationen rund um Cybersicherheit gibt es im neuen Portal „Cybersicherheit“  der Leitstelle Kriminalprävention unter www.cybersicherheit-rlp.de oder unter http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/

 

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.

www.verbraucherzentrale-rlp.de

Betrüger missbrauchen erneut den Namen Microsoft

Landeskriminalamt und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnen aus aktuellem Anlass vor Telefonanrufen angeblicher Microsoft-Mitarbeiter

(VZ-RLP/11.01.2018) Vor dreisten Telefonanrufen angeblicher Microsoft-Mitarbeiter warnen das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Vor allem von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die rund um Mainz und Bad Kreuznach wohnen, kommen derzeit vermehrt Hinweise bei der Verbraucherzentrale an. Die Anrufer fordern Zugang zu privaten Computern. Die zumeist englisch sprechenden, falschen Service-Kräfte versuchen ihre Opfer am Telefon zum sofortigen Hochfahren des Computers zu überreden. Angeblich sei der Rechner von einem Virus befallen. Um die Schadsoftware zu entfernen sei es notwendig, dass der Betroffene bestimmte Schritte am PC unter der Anleitung der Betrüger ausführt.

Ziel der Anrufe ist, dass der Computernutzer eine Fernwartungssoftware auf seinem PC installiert. Damit ist es den Betrügern möglich, von außen aktiv und uneingeschränkt auf den fremden Rechner zuzugreifen, um auf diese Weise sensible Daten des Benutzers wie Bank- und Kreditkartendaten auszuspähen und zusätzliche Schadsoftware auf dem Rechner der Opfer zu installieren.

„Die Anrufer nutzen häufig eine ausländische Nummer“, weiß Christian Gollner, Referent Verbraucherrecht und Datenschutz bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Damit können die Anrufe kaum zurückverfolgt und der Anschlussinhaber ermittelt werden.“ Das erschwert es, rechtliche Schritte gegen die Betrüger einzuleiten. Teilweise endet der vermeintliche Service-Einsatz auch mit der Aufforderung, dafür Geld zu zahlen. Die geforderten Beträge variieren und können bis zu mehrere hundert Euro betragen. Oftmals wird neben der Service-Pauschale auch noch ein Servicevertrag (Jahresgebühr) angeboten und den gutgläubigen Geschädigten aufgedrängt. Die Art und Weise der Bezahlung kann unterschiedlich sein. „Die Anrufer sind sehr überzeugend. Durch die Verwendung des bekannten Firmennamens erwecken sie den Eindruck, man habe es tatsächlich mit dem Unternehmen zu tun", warnt Gollner. Eine dreiste Täuschung, wie das LKA betont: Denn die Firma Microsoft meldet sich bei Kunden nicht telefonisch und hält auch keine spezielle Supporthotline vor, die sich um infizierte Systeme von Privatanwendern kümmert. Gollner empfiehlt, bei ungebetenen Anrufern, die plötzlich Zugang zum heimischen PC verlangen, grundsätzlich misstrauisch zu sein und einfach aufzulegen.

Wer Betrügern bereits den Zugriff auf seinen PC gewährt und Geld bezahlt hat, sollte den Rechner durch einen Experten eingehend überprüfen lassen und sofort Anzeige bei der Polizei erstatten, rät das Landeskriminalamt.

VZ-RLP

"Auf Foto-Jagd gehen"

unter dieser Überschrift berichtet die RHEINPFALZ in ihrer Ausgabe vom 29. August 2016 über die Aktivitäten der Fotofreunde 60+ im Seniorenbeirat der Ortsgemeinde Dudenhofen.

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